Sensationeller Erfolg für U12
Sensationeller Erfolg für U12
U12 ist sächsischer Vizemeister
Zum Muttertag bereiteten die jungen Nachwuchsvolleyballer des VSV Oelsnitz nicht nur ihren Müttern ein ganz besonderes Geschenk. In Leipzig sicherte sich die U12 männlich (weiblicher Unterstützung) den zweiten Platz bei der Sachsenmeisterschaft und damit die Qualifikation zu den East-Kids-Masters.
Theo Neuber, Nils Deeg und Lara Hanitzsch waren bereits vor zwei Wochen in den Sachsenmeisterschaften der U13 im Einsatz, wo ihnen eine Medaille knapp verwehrt blieb. In der U12 ist es möglich im männlichen Wettkampf auch Mädchen einzusetzen. Daher ist die männliche U12 des VSV Oelsnitz bereits in der gesamten Saison eine Mix-Mannschaft. Und was für eine…
Mit gemischten Gefühlen starteten die Sperken in das Turnier. Hoffnung machte der Vizemeistertitel in der U11 des Vorjahres, wo jedoch die traditionell stärksten sächsischen Jugendteams des VC Dresden und der LE Volleys noch nicht teilnahmen. Es war also unklar, was man sich von diesem Turnier erhoffen durfte.
Den Start machten die jungen Sperken gegen den MSV Bautzen. Trotz eines nervösen Beginns sicherte man sich einen klaren 2:0 Erfolg, konnte alle Spieler mit Feldzeit bedenken und steigerte ein wenig das Selbstvertrauen.
Zweiter Gruppengegner war die Mannschaft des VC Dresden I. Aufgrund des großen Namens und der deutlichen Klatsche im Halbfinale der Sachsenmeisterschaft U13, waren die Erwartungen nicht hoch. Es galt das Motto: „Alles kann, nichts muss“. Die Dresdner machten wie erwartet von Beginn an Druck und wollten den Sperken ihr Spiel aufzwingen. Doch diese hielten mit großem Kampf und mutigen Angriffsaktionen tapfer dagegen. Mit zunehmender Spieldauer merkte man den Dresdnern steigende Nervosität an. Immer häufiger unterliefen ihnen kleine Fehler. Als dann der erste Satz mit 25:22 aufs Oelsnitzer Konto ging, war von der Anfangsnervosität der Sperken nichts mehr zu spüren. Die Aktionen wurden klarer und Eigenfehler zur Ausnahme. Satz zwei war hochklassig und womöglich die vorweggenommene Spitzenleistung des Tages. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen sicherte sich der VSV Oelsnitz mit 26:24 auch den zweiten Durchgang und schaffte damit das für unmöglich gehaltene.
Im dritten Vorrundenspiel ging es daher primär um die Ausgangslage fürs Halbfinale. Gegner war Bad Düben. Jenes Team, gegen das man sich im Finale der U11 im Vorjahr noch knapp geschlagen geben musste. Mit dem Ziel der Revanche gingen die Sperken in das Spiel und wurden belohnt. Gegen Ende des ersten Satzes kam Nils Deeg für Theo Neuber, welcher zu diesem Zeitpunkt etwas nervös wurde. In der Crunch-Time eingewechselt verhalf Nils seinem Team mit zwei platzierten Aufschlägen und seiner ruhigen Spielweise zum 25:22 Satzerfolg. Nils blieb im Spiel und überzeugte weiter. Satz zwei gestaltete sich deutlicher. Die Sperken gewannen mit 25:16 und sicherten sich damit den Gruppensieg und die Bestätigung dem Angstgegner aus dem Vorjahr erfolgreich die Stirn geboten zu haben.
Ein Sieg im Halbfinale würde nun eine Medaille bedeuten. Gegner war niemand geringeres als die Vertretung der LE Volleys. Eines jener Spitzenteams Sachsens, mit deren Trainingshäufigkeit man normalerweise nicht mithalten kann. Wieder galt das Motto: „ Alles geben und dann mal sehen..“. Und wie die jungen Sperken dies taten. Von Beginn an spielten Theo und Lara eindrucksvoll auf. Besonders Theo Neuber konnte die guten Pässe seiner Partnerin immer wieder sicher in Punkte verwandeln und traf im Aufschlag sicher die vorgegebenen Zielspieler. Die Leipziger wurden früh zur kompletten Umstellung ihrer Startaufstellung gezwungen und als man sich den ersten Satz mit 25:19 sichern konnte sah es so aus, als würde sich ein deutliches Spiel entwickeln. Satz zwei begann wie Durchgang eins. Das Stammteam der Leipziger wurde nach einem bärenstarken Start der Sperken vom Feld genommen. Doch nun begannen die LE Volleys sich kräftig zu wehren. Auch ein Wechsel von Theo auf Nils half diesmal nichts. Die Sperken wurden vorsichtiger und wurden bestraft. Zwar hatte man bei 24:21 bereits Matchbälle doch konnte man diese, anders als in den vorangegangenen Partien nicht nutzen. Die LE Volleys sicherten sich Satz 2 mit 25:27. Alles auf Anfang also, doch nun war die Vorgabe: „Keine Angst, Vollgas“. Theo Neuber kam von der Bank zurück und konnte Lara, welche im gesamten bisherigen Turnier unfehlbar wirkte doch zum Ende des zweiten Satzes spürbar mit sich haderte, ihre Sicherheit durch bärenstarke Angriffsaktionen zurückgeben. Die Sperken spielten mutig auf und sicherten sich Punkt um Punkt. Die Überzeugung war zurück und damit auch der Erfolg. Mit 15:9 holten die jungen Oelsnitzer den Sieg, den Finaleinzug, die Qualifikation für die East-Kids-Masters und das Staunen der Betreuer, Eltern und Gegner.
Im Finale wartete dann der souveräne Gruppensieger aus Gruppe B, VC Dresden II, welcher sich im vereinsinternen Duell mit ihrer ersten Vertretung durchgesetzt hatte. Das Ziel in der U12 den verwehrten Titel aus der U11 nachzuholen, sollte sich leider als zu hoch herausstellen. Dresden spielte sicher und machte im Angriff kaum Fehler. Trotz einer konzentrierten Leistung reichten die Kraftreserven der Speeken nicht mehr um einen weiteren Coup zu ermöglichen. Verdient krönten sich die Dresdner in einem guten Spiel mit 2:0 (18:25; 18:25) zum Sieger und Sachsenmeister. Der Freude im Oelsnitzer Lager tat dies jedoch keinen Abbruch. Zu gut waren die gezeigten Leistungen.
Bei der Siegerehrung kam es dann noch zu einem Novum. Nach der Medaillenübergabe folgt traditionell die Wahl zum besten Spieler. Und der beste Spieler der Sachsenmeisterschaft U12 männlich ist: ein Mädchen. Das einzige Mädchen des Turniers. Lara Hanitzsch stach aus der Konkurrenz toller Nachwuchsvolleyballer heraus und wurde verdient von den Betreuern der acht teilnehmenden Mannschaften zum MVP gekürt.
Das Oelsnitzer Lager ließ den erfolgreichen Mutter- und Turniertag dann noch beim Italiener in Leipzig ausklingen und darf nun mit der Planung für die East-Kids-Masters am 20./21.06. in Erfurt beginnen.