VSV Oelsnitz - VC Zschopau II

von Stephen Sehr

Roller statt Motorrad

Zum vorletzten Heimspiel der Hinrunde war die Volleyballvertretung aus der Motorradstadt Zschopau in der Oelsnitzer Festung zu Gast. Die Teppichstädter starteten mit Jonas Krug im Zuspiel, Franz Masur auf Diagonal, Sascha Singer und Ben Becher auf Außen sowie mit Niclas Meinhold und Fabian Schubert in der Mitte. Die Nachhut bildete Libero Sascha Claus.

Nach einigen Punkten abtasten, legte die Heimmannschaft los wie die Feuerwehr und konnte sich schnell einen komfortablen Vorsprung erarbeiten. Diese Führung konnte Jonas Krug beim Stand von 17:13 durch eine Aufschlagserie sogar noch ausbauen, wodurch die Sperken bei 24:13 den ersten Satzball hatten. Letztendlich wurde der Sack im zweiten Versuch zugebunden und der erste Satz ohne Probleme eingefahren.

Im Zweiten Satz durfte dann Urgestein Jürgen Hanitzsch aufs Parkett und konnte direkt zeigen, wo der Hammer hängt. Mit guten Annahmen und cleveren Angriffen war er einer der Hauptgründe, wieso die Oelsnitzer auch in diesem Satz schnell mit sechs Punkten in Führung lagen. Zur Satzmitte hin konnten die Zschopauer diesen Vorsprung allerdings egalisieren und zum 18:18 erstmals ausgleichen. Durch gute Aufschläge von Kapitän Jan Riedel, schlechte Annahmen im Oelsnitzer Defensivverbund, suboptimale Zuspiele und blinde Angriffe, hatte man sich diese Situation allerdings selbst eingebrockt. Ab da war es ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften. Auf eine gute Aktion im Sideout der Sperken folgte eine desolate Aktion im eigenen Aufschlagspiel. Stephen Sehr war es am Ende, der den Satz mit einem Ass im Aufschlag zum 35:33 nach Hause holte.

Im dritten Satz folgte zu Beginn nochmal ein kurzes Aufbäumen der schon am Boden liegenden Zschopauer Truppe. Dieser letzte Kampfgeist wurde vom Oelsnitzer Aufschlagspiel umgehend im Keim erstickt und die Motorradstädter beugten sich ihrem Schicksal. Mit einer starken Aufschlagserie konnte Ben Becher den Endstand sogar bis auf 25:17 hochschrauben und die Sperken damit einen klaren Satzerfolg und letztendlich ein so wichtiges 3:0 feiern lassen.

Mit diesem Sieg klettern die VSV-Männer auf Rang 2 der Tabelle und haben damit hervorragende Chancen auf die Playoff-Teilnahme. Am 05. März 2022 greifen die Sperken dann nach der Tabellenspitze im Heimspiel gegen den Dresdner SSV.

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